z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Samuels: Erstes Buch

Kapitel 14

2Saul saß unter dem Granatapfelbaum am Rand von Gibea in Migron. Die Leute, die bei ihm waren, waren ungefähr 600 Mann. 3Ahija ben-Ahitub, der Bruder von Ikabod ben-Pinhas ben-Eli, Priester des Heiligen in Schilo, trug das Efod(171). Das Volk wusste nicht, dass Jonatan weggegangen war. 4Im Bereich der Passwege, die Jonatan nahm, um zum Posten der Philister hinüberzugehen, befand sich auf zwei Seiten jeweils ein Felszacken. Der eine hieß Bozez und der andere Senne. 5Die eine Zacke erhebt sich nördlich gegenüber Michmas, die andere südlich gegenüber Geba. 6Nun also sagte Jonatan zu dem Knecht, der seine Waffen trug: »Auf, wir wollen zum Posten dieser Vorhäutigen(172) hinübergehen! Vielleicht handelt der Heilige zu unsern Gunsten. Denn für den Heiligen gibt es kein Hindernis, durch etwas Großes oder Geringes zu helfen.« 7Sein Waffenträger sagte zu ihm: »Tu, wonach dir der °Wille steht! Entscheide du, ich bin bei dir, wie du es °willst8Da sagte Jonatan: »Pass auf! Wir gehen hinüber zu den Männern und zeigen uns ihnen. 9Wenn sie zu uns sagen: ›Bleibt stehen, bis wir zu euch gestoßen sind!‹, dann bleiben wir an unserem Platz und gehen nicht zu ihnen hinauf. 10Wenn sie aber sagen: ›Herauf zu uns!‹, dann gehen wir hinauf. Denn der Heilige hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns das Zeichen sein.« 11So zeigten sich die beiden dem Posten der Philister. Die Philister sagten: »Seht, da kommen Hebräer aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben!« 12Und die Männer des Postens riefen Jonatan und seinem Waffenträger zu und sagten: »Herauf zu uns! Wir wollen euch etwas beibringen!« Da sagte Jonatan zu seinem Waffenträger: »Komm hinter mir hinauf. Denn der Heilige hat sie in die Hand Israels gegeben.« 13So stieg Jonatan auf Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger hinter ihm her. Da fielen sie um vor Jonatan, und sein Waffenträger hinter ihm versetzte ihnen den Todesstoß. 14So betraf der erste Schlag, den Jonatan und sein Waffenträger ausführten, ungefähr 20 Mann, und das etwa auf der halben Pflugstrecke eines Ackerjochs. 15Es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter der ganzen Truppe. Auch der Posten, der den Zerstörungstrupp bildete, erschrak. Die Erde erzitterte, und es kam zu einem Gottesschrecken(173). 16Sauls Späher im benjaminitischen Gibea konnten sehen, wie die lärmende Menge wogte und hierhin und dorthin ging. 17Da sagte Saul zu der Truppe, die bei ihm war: »Mustert alles durch und seht, wer sich von uns entfernt hat!« Sie musterten, und es fehlten Jonatan und sein Waffenträger. 18Saul sagte zu Ahija: »Bring den Schrein Gottes herbei!« Denn der Schrein Gottes befand sich an jenem Tag bei den Israeliten. 19Und während Saul mit dem Priester redete, geschah es, dass der Lärm im Lager der Philister immer gewaltiger wurde. Da sagte Saul zu dem Priester: »Lass es sein!« 20Und Saul und die ganze Truppe, die bei ihm war, wurden zusammengerufen und liefen zum Kampfgeschehen. Da war schon eines jeden Schwert gegen seinen Nebenmann gerichtet, eine gewaltige Panik! 21Sogar diejenigen Hebräer(174), die einst auf Seiten der Philister gestanden hatten und mit ihnen ringsum ins Kriegslager gezogen waren, gingen nun auf die Seite Israels, das zu Saul und Jonatan hielt. 22Als alle Israeliten, die sich auf dem Gebirge Efraim versteckt hatten, hörten, dass die Philister flohen, setzten auch sie ihnen in der Schlacht nach. 23So rettete der Heilige Israel an diesem Tag. Und der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus. 24Die Mannschaft Israels war aber an jenem Tag in Bedrängnis geraten. Da stellte Saul die Truppe unter einen Schwur: »Verflucht sei, wer etwas isst bis zum Abend, bevor ich mich an meinen Feinden °gerächt habe!« So nahm die ganze Truppe keine Speise zu sich. 25Im ganzen Land war die Zeit der Honigwaben angebrochen, so gab es Honig auf dem freien Feld. 26Als die Leute zu den Waben kamen, gab es da Honig im Überfluss. Doch keiner führte die Hand an den Mund, denn die Truppe achtete den Schwur.