z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Erstes Buch

Kapitel 5

29Noch in derselben Nacht brach er von dort auf und zog bis zur Festung Datema. 30Als es aber Morgen wurde, hoben sie ihre Augen auf und sahen ein unzählbares °Volk, das Leitern und Belagerungsmaschinen herbeibrachte, um die Festung zu erobern. Und sie kämpften bereits gegen diejenigen, die dort wohnten. 31Judas sah, dass der Kampf begonnen hatte. Der Lärm aus der Stadt drang bis zum Himmel empor, Trompetenschall und großes Geschrei. 32Da sprach er zu den Leuten seines Heeres: »Kämpft heute für unsere Geschwister!« 33Er griff sie mit drei Abteilungen von hinten an und dazu bliesen sie die Trompeten und beteten laut. 34Als aber das Heer des Timotheus erkannte, dass es der Makkabäer war, da flohen sie vor ihm. Er brachte ihnen eine große Niederlage bei, und es fielen an jenem Tage ungefähr 8.000 Leute. 35Danach zog Judas nach Alema, griff es an und eroberte es und tötete alles, was männlich war, und nahm die Beute und brannte die Stadt nieder. 36Von da brach er auf und eroberte Kaspin, Maked, Bosor und die übrigen Städte Gileads.
37Nach diesen Ereignissen stellte Timotheus ein neues Heer auf und lagerte sich vor Rafon jenseits des Winterbachs. 38Judas aber sandte Leute aus, um das Lager auszukundschaften. Diese meldeten ihm: »Es versammelten sich bei ihm alle Völker, die rings um uns wohnen, ein gewaltiges Heer. 39Auch arabische Völker haben sich als Hilfstruppen eingefunden, und sie lagern sich jenseits des Winterbachs. Sie sind bereit, gegen dich zu kämpfen.« Da zog Judas ihnen entgegen. 40Timotheus aber sprach zu denen, die sein Heer anführten, als sich Judas und sein Heer dem Winterbach näherten: »Wenn er zuerst zu uns herüberkommt, werden wir ihm nicht widerstehen können. Dann wird er uns überwältigen. 41Wenn er aber Angst hat und sich jenseits des Winterbachs lagert, dann werden wir zu ihm hinübergehen und ihn überwältigen.« 42Als Judas nahe am Winterbach war, stellte er Militärbeamte an den Winterbach und befahl ihnen: »Lasst keinen Menschen Halt machen, sondern alle sollen in den Kampf gehen.« 43Er selbst ging als Erster über den Winterbach und das ganze °Volk folgte ihm. Und die °Völker wurden von ihnen geschlagen; sie warfen ihre Waffen weg und flohen in den Tempel von Karnajim. 44Sie eroberten die Stadt und verbrannten den Tempel mit allen, die sich darin befanden. So wurde Karnajim gedemütigt und niemand konnte Judas widerstehen.
45Judas versammelte daraufhin ganz Israel, das in Gilead wohnte, klein und groß, Männer, Frauen, Kinder und ihre Besitztümer, eine große Menschenmenge also, um mit ihnen ins Land Juda zu ziehen. 46Und sie kamen bis Efron. Das war eine an einem Pass gelegene große und befestigte Stadt. Es war nicht möglich, sie rechts oder links zu umgehen, sondern sie mussten mitten durch sie hindurchziehen. 47Die in der Stadt wohnten, versperrten ihnen aber den Weg und verrammelten die Tore mit Steinen. 48Da schickte Judas Gesandte mit friedlichen °Worten zu ihnen und ließ ihnen sagen: »Lasst uns durch euer Land ziehen, damit wir in unser Land gelangen. Niemand wird euch etwas Böses antun; wir wollen nur durchmarschieren.« Sie wollten ihm aber nicht auftun. 49Da ließ Judas im Heer ausrufen, dass alle da Halt machen sollten, wo sie sich gerade befanden. 50Da machte die Heerestruppe Halt und kämpfte den ganzen Tag und die ganze Nacht gegen die Stadt, bis sie in ihre Gewalt fiel. 51Er ließ alles, was männlich war, mit dem Schwert töten. Er ließ die Stadt zerstören und ihre Beute nehmen. Dann zogen sie durch die Stadt hindurch über die Getöteten hinweg. 52Sie überquerten den Jordan in der großen Ebene gegenüber von Bet-Schean. 53Judas aber hielt beständig die langsamen Leute zusammen und ermutigte das °Volk während des ganzen Weges, bis sie im Land Juda ankamen.