z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Erstes Buch

Kapitel 15

1Antiochus, der Sohn des Herrschers Demetrius, sandte von den Inseln des Meeres einen Brief an Simeon, den Priester und Fürsten des jüdischen Volkes, und an das ganze °Volk, 2der den folgenden Inhalt hatte: »Der Herrscher Antiochus grüßt Simeon, den Hohenpriester und Fürsten, und das jüdische Volk. 3Da einige Verbrecher sich des °Reiches unserer °Eltern bemächtigt haben, ich aber auf das Reich Anspruch erheben will, um es wiederherzustellen, wie es früher war, habe ich eine Menge Truppen angeworben und Kriegschiffe ausgerüstet. 4Ich will auch dort landen, um die zu bestrafen, die unser Land verwüstet und viele Städte im Reich zerstört haben. 5Ich bestätige dir nun den Erlass aller Abgaben, die dir die Herrscher vor mir erlassen haben, und alle anderen Gaben, die sie dir erlassen haben. 6Ich gestatte dir, eigene Münzen für dein Land zu prägen. 7Jerusalem und das Heiligtum sollen frei sein. Alle Waffen, die du angeschafft hast, und die Festungen, die du erbaut hast, und die du besitzt, sollen dein sein. 8Alles, was du dem Herrscher schuldest und was du künftig schulden wirst, soll dir von jetzt an für immer erlassen sein. 9Sobald wir aber unser Reich wiederhergestellt haben, wollen wir dir, deinem °Volk und dem Tempel eine große °Ehre erweisen, so dass euer Ruhm auf der ganzen Erde verbreitet wird.«
10Im Jahr 174 zog Antiochus in das Land seiner °Vorfahren. Es sammelten sich um ihn alle Truppen, so dass nur wenige bei Tryphon blieben. 11Antiochus verfolgte ihn und er flüchtete nach Dor am Meer. 12Er hatte gemerkt, dass sich Schlechtes über ihn zusammenzog und ihn die Truppen verließen. 13Antiochus aber belagerte Dor mit 120.000 Leuten und 8.000 Berittenen. 14Er schloss die Stadt ringsum ein, und vom Meer griffen die Schiffe an. So bedrängte er die Stadt vom Land und vom Meer her und ließ keinen Menschen heraus- oder hineingehen. 15Numenius aber und die Leute, die ihn begleiteten, kamen aus Rom mit Briefen an die Herrschenden und Länder, in denen das Folgende geschrieben war:
16»Luzius, Konsul des römischen Volkes, grüßt den Herrscher Ptolemäus. 17Die Gesandten des jüdischen Volkes kamen zu uns als unsere Vertrauten und Verbündeten, um die seit jeher bestehende Freundschaft und das Bündnis zu erneuern. Der Hohepriester Simeon und das jüdische Volk hatten sie geschickt. 18Sie brachten auch einen goldenen Schild im Wert von 1 000 Minen mit. 19Wir haben es nun für richtig befunden, den Herrschenden und den Ländern zu schreiben, dass sie nicht danach trachten sollen, ihnen Böses zuzufügen oder gegen sie, ihre Städte und ihr Land Krieg zu führen oder sich mit denen zu verbünden, die gegen sie kämpfen. 20Es schien uns auch richtig, den Schild von ihnen anzunehmen. 21Wenn nun irgendwelche Verbrecher aus ihrem Land zu euch fliehen sollten, so übergebt sie dem Hohenpriester Simeon, damit er sie nach ihrem °Gesetz bestrafen kann.« 22Genauso schrieb er den Herrschern Demetrius, Attalus, Ariarathes und Arsakes 23und an alle Länder: nach Sampsame, Sparta, Delos, Myndos, Sikyon, Karien, Samos, Pamphylien, Lyzien, Halikarnass, Rhodos, Phaselis, Kos, Side, Arwad, Gortyna, Knidos, Zypern und Zyrene. 24Eine Abschrift davon verfasste er für Simeon, den Hohenpriester.
25Der Herrscher Antiochus belagerte Dor am zweiten Tag. Ununterbrochen führte er Truppen heran, errichtete Belagerungsmaschinen und schloss Tryphon ein, so dass er weder heraus- noch hineingehen konnte.