z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Erstes Buch

Kapitel 13

26Ganz Israel hielt eine große Totenklage für ihn und sie trauerten viele Tag um ihn. 27Simeon errichtete ein Denkmal auf dem Grab seiner °Eltern und seiner Geschwister, das so hoch war, dass es von weit weg zu sehen war. Es war auf der Rückseite und der Vorderseite aus behauenen Steinen errichtet. 28Auch errichtete er sieben Pyramiden, zwei von ihnen standen sich jeweils gegenüber, für seinen °Vater und seine Mutter und für seine vier Brüder. 29An diesen ließ er Kunstwerke anbringen, indem er große Säulen aufstellte. An den Säulen ließ er zum ewigen Gedenken Rüstungen anbringen und neben den Rüstungen Schiffe einmeißeln, damit sie von allen, die das Meer befuhren, gesehen wurden. 30So sieht das Grabmal aus, das er in Modeïn errichtete, und es steht dort bis zum heutigen Tag.
31Tryphon aber handelte hinterlistig gegen den jungen Herrscher Antiochus und ließ ihn töten. 32Er trat die Herrschaft an seiner Stelle an, setzte sich die Krone Asiens auf und richtete großes Unheil im Land an. 33Simeon aber baute die Festungen in Judäa wieder auf. Er umgab sie mit hohen Türmen und großen Mauern und Toren und Riegeln. Er brachte auch einen Nahrungsmittelvorrat in die Festungen. 34Dann wählte Simeon Leute aus und schickte sie zum Herrscher Demetrius, um einen Erlass für das Land zu erwirken. Denn alle Handlungen Tryphons waren Räubereien. 35Der Herrscher Demetrius sandte ihm diese °Worte als Antwort in dem folgenden Brief:
36»Der Herrscher Demetrius grüßt Simeon, den Hohenpriester und den Vertrauten des Herrschers, sowie die Ältesten und das jüdische °Volk. 37Den goldenen Kranz und den Palmenzweig, den ihr geschickt habt, haben wir erhalten. Wir sind bereit, mit euch den vollen °Frieden zu schließen und die Behörden anzuweisen, euch den Erlass zu gewähren. 38Alles, was wir für euch festgesetzt haben, bleibt in Kraft. Die Festungen, die ihr erbaut habt, sollen euch gehören. 39Wir verzeihen euch die bis zum heutigen Tag begangenen Versehen und Verfehlungen und erlassen euch die Krone, die ihr noch schuldet. Falls noch andere Abgaben in Jerusalem erhoben worden sind, so sollen sie nicht mehr erhoben werden. 40Wenn einige von euch geeignet sind, in unsere Leibgarde eingetragen zu werden, so sollen sie eingetragen werden. Es soll Frieden zwischen uns sein.«
41Im Jahr 170 wurde das Joch der °Völker von Israel genommen.(652) 42Das °Volk begann, in den Urkunden und Verträgen zu schreiben: »Im ersten Jahr Simeons, des großen Hohenpriesters, Befehlshabers des jüdischen Volkes.« 43In jenen Tagen lagerte er sich gegen Geser und schloss es ringsum mit seinen Truppen ein. Er errichtete einen Belagerungsturm, brachte ihn nahe an die Stadt heran und schlug eine Bresche in einen Turm, so dass er ihn erobern konnte. 44Dann sprangen die Leute, die im Belagerungsturm waren, in die Stadt hinein. Es entstand dadurch ein großer Aufruhr in der Stadt. 45Die Leute der Stadt stiegen mit ihren gesamten Familien auf die Mauern, zerrissen ihre Kleidern, schrien mit lauter Stimme und baten Simeon, mit ihnen Frieden zu schließen. 46Sie sprachen: »Behandle uns nicht gemäß unserer Schlechtigkeit, sondern gemäß deiner Güte.« 47Simeon hatte Erbarmen mit ihnen und bekämpfte sie nicht weiter. Er vertrieb sie jedoch aus der Stadt und reinigte die Häuser, in denen sich Bilder von anderen Gottheiten befanden. Dann zog er mit Psalmen und Lobgesängen in die Stadt ein. 48Er entfernte aus ihr alles Unreine und siedelte °gesetzestreue Leute in ihr an. Außerdem befestigte er sie noch stärker und baute für sich selbst auch ein Haus. 49Die Besatzung in der Burg von Jerusalem wurde jedoch daran gehindert, in das Land heraus- und ins Land hineinzukommen, um zu kaufen und zu verkaufen. Sie litten daher unter großem Hunger, und viele von ihnen verhungerten. 50Sie schrien zu Simeon und baten um Frieden. Er gewährte diesen ihnen. Doch vertrieb er sie von dort und reinigte die Burg von den Verbrechen.