z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Makkabäerinnen und Makkabäer: Erstes Buch

Kapitel 1

26Es klagten die Führenden und die Ältesten, die jungen Frauen und jungen Männer wurden kraftlos, und die Schönheit der Frauen schwand dahin. 27Jeder Bräutigam stimmte ein Klagelied an, und die Braut saß trauernd im Brautgemach. 28Und die Erde erbebte wegen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner und das ganze Haus Jakob war mit Schande bedeckt.
29Zwei Jahre später sandte der Herrscher einen Obersteuereinnehmer in die Städte Judas. Er kam mit einem gewaltigen Heer nach Jerusalem. 30Mit friedlichen °Worten sprach er hinterlistig zu ihnen, so dass sie ihm Glauben schenkten. Dann überfiel er die Stadt plötzlich und brachte ihr eine große Niederlage bei und tötete viele °Menschen in Israel. 31Nachdem er die Stadt geplündert hatte, steckte er sie in Brand und riss ihre Häuser und ihre Mauern ringsum nieder. 32Sie führten Frauen und Kinder als Gefangene weg und raubten das Vieh. 33Sie bauten eine große und starke Mauer mit starken Türmen um die Stadt Davids, damit sie als Burg dienen konnte. 34Sie legten ein °nichtjüdisches °Heer dort hinein, das aus Männern bestand, die sich nicht an das jüdische Gesetz hielten. Diese gewannen dort an Stärke. 35Sie versahen sich mit Waffen und Proviant und brachten die Beute, die sie in Jerusalem gemacht hatten, dort unter. So wurden sie zu einer großen Gefahr. 36Die Burg wurde zu einem Hinterhalt für das Heiligtum und zu einem beständigen und bösen °Widersacher für Israel. 37Sie vergossen unschuldiges Blut um das Heiligtum herum und verunreinigten es. 38Da flohen die Leute Jerusalems vor ihnen, und die Stadt wurde zu einem Wohnsitz von Fremden. Sie wurde den Einheimischen fremd und ihre Kinder verließen sie. 39Ihr Heiligtum wurde leer wie eine Wüste, ihre Feste verwandelten sich zu Trauer, ihre Sabbate wurden zur Beschimpfung, ihre Ehre zur Verachtung. 40So groß wie ihre °Pracht gewesen war, so groß war nun ihre Ehrlosigkeit und ihre Ehre verwandelte sich in Trauer.
41Der Herrscher schrieb damals an sein ganzes °Reich, dass alle zu einem einzigen °Volk werden 42und die eigenen Gebräuche ablegen sollten. Und alle °Völker folgten dem °Erlass des Herrschers. 43Vielen Leuten in Israel gefiel sein Gottesdienst, sie opferten den Gottheiten und sie entheiligten den Sabbat. 44Sodann schickte der Herrscher durch Gesandte Briefe nach Jerusalem und in die Städte Judäas, dass sie den Gesetzen folgen sollten, die dem Land fremd waren. 45Brand-, Schlacht- und Trankopfer sollten im Heiligtum eingestellt, Sabbate und Feste entheiligt 46und das Heiligtum und die Heiligen entweiht werden. 47Altäre, Heiligtümer und Tempel sollten gebaut und Schweine und unreine Tiere geopfert werden. 48Ihre Söhne sollten sie unbeschnitten und ihr Dasein durch allerlei Unreines und Unheiliges beflecken lassen. 49So sollten sie das jüdische °Gesetz vergessen und alle Gebote abschaffen. 50Wer aber der °Anordnung des Herrschers nicht folgen würde, sollte sterben.