z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

An die Gemeinde in Korinth: Erster Brief

Kapitel 9

1Bin ich nicht frei? Bin ich nicht Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren °Befreier, gesehen? Und seid nicht ihr mein Werk in °seinem Auftrag? 2Wenn andere mich nicht als Apostel ansehen, so bin ich es doch für euch. Denn ihr seid das Siegel auf meinem Wirken im Auftrag des Befreiers. 3Damit verteidige ich mich vor denen, die über mich urteilen.
4Haben wir nicht das Recht zu essen und zu trinken? 5Haben wir nicht das Recht, mit einer Schwester unterwegs zu sein wie manche der übrigen Apostelinnen und Apostel, die Geschwister des °Befreiers und Kephas? 6Und haben ich und Barnabas nicht auch das Recht, ohne eigene Erwerbsarbeit zu leben? 7Wer leistet schon Militärdienst und versorgt sich selbst? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht auch von seiner Frucht? Wer weidet eine Herde und ernährt sich nicht von der Milch der Herde? 8Rede ich jetzt nur menschlich oder sagt die °Tora das nicht auch? 9In der Tora des Mose steht nämlich: Du sollst dem dreschenden Ochsen keinen Maulkorb vorbinden. Geht es Gott dabei nur um die Ochsen? 10Oder redet er nicht in jedem Fall auch unseretwegen? Unseretwegen ist es doch geschrieben: Wer pflügt, muss dies mit Hoffnung tun können, und wer drischt, mit der Erwartung, einen Anteil zu bekommen(779). 11Wenn wir bei euch °geistgewirkte Saat gesät haben, ist es dann unangemessen, wenn wir von euch °Brot ernten wollen? 12Wenn andere an dem, was euch gehört, Anteil haben, dann erst recht wir! Doch wir haben von diesem Recht keinen Gebrauch gemacht, sondern alles ertragen, um der °frohen Botschaft über den °Messias keinen Stein in den Weg zu legen. 13Wisst ihr nicht, dass die, die den Tempeldienst verrichten, auch vom Tempel leben, und die am Altar arbeiten auch vom Altar ihren Anteil bekommen? 14So hat auch die Ewige denen, die das °Evangelium verkündigen, aufgetragen, davon zu leben. 15Ich habe davon überhaupt keinen Gebrauch gemacht.
Ich schreibe das nicht, damit das jetzt für mich geschieht; lieber wäre es mir zu sterben, als – was ich bewirke, wird nicht ins Leere laufen. 16Wenn ich das Evangelium weitertrage, erwarte ich keine besondere Bestätigung dafür, denn ich muss es tun. Wehe mir, wenn ich die °Freudenbotschaft für mich behalten würde. 17Wenn ich diese Arbeit aus freiem Entschluss übernähme, müsste ich dafür entlohnt werden. Doch mir ist die Verantwortung °anvertraut worden wie einem Sklaven, der nicht gefragt wird. 18Was ist also mein Lohn? Mein Lohn ist, dass ich ohne Entgelt das °Evangelium weitertrage, ohne von meinem Recht, das ich aufgrund dieser Arbeit hätte, Gebrauch zu machen. 19Obwohl ich frei und niemandem unterworfen bin, mache ich mich selbst zum °Sklaven, um möglichst viele zu gewinnen. 20Ich habe mich jüdischen Menschen als Jude erwiesen, wodurch ich jüdische Menschen gewinne; unter denen, die °Gottes Tora haben, habe ich mich als toratreu erwiesen, so dass ich toratreue Menschen gewinne – auch wenn ich nicht der Verurteilung durch die °Tora ausgeliefert bin. 21Von denen, die die °Tora Gottes nicht kennen, habe ich mich nicht abgegrenzt, obwohl ich selbst nicht ohne die °Tora Gottes lebe, sondern ein toratreuer Christusanhänger bin. Ich wollte die Völker gewinnen, die die Tora nicht kennen. 22Ich habe mich Schwachen als Schwacher erwiesen, um die Schwachen zu gewinnen. Mit allen bin ich solidarisch, um wenigstens einige zu retten. 23Für das °Evangelium tue ich alles, um mit anderen zusammen an seinem Heil teilzuhaben. 24Wisst ihr nicht, dass alle im Stadion um die Wette laufen, aber nur eine oder einer die Siegesehrung bekommt? Lauft auch ihr so, dass ihr sie erringt. 25Alle, die am Wettkampf teilnehmen, leben enthaltsam, um einen vergänglichen Siegeskranz zu erlangen, wir aber kämpfen um einen unvergänglichen.