z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Königinnen und Könige: Erstes Buch

Kapitel 19

1Ahab erzählte Isebel alles, was Elija getan hatte, alles, auch wie er alle Prophetinnen und Propheten mit dem Schwert getötet hatte. 2Da schickte Isebel einen °Boten zu Elija: »So sollen mir die °Gottheiten tun und so sollen sie hinzufügen, ja, morgen um diese Zeit mache ich dein °Leben dem Leben eines von ihnen gleich.« 3Da bekam Elija es mit der Angst zu tun. Er machte sich auf und lief um sein Leben. So kam er nach Beërscheba in Juda; dort ließ er seinen Gehilfen zurück. 4Er selbst ging einen Tagesmarsch weit in die Wüste. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wollte nur noch sterben. Er sagte: »Es ist nun genug, Ewige, nimm mein °Leben, denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren!« 5Er legte sich nieder und schlief unter einem Ginsterstrauch ein. Doch plötzlich berührte ihn eine °Botschaft: »Steh auf, iss!« 6Da blickte er auf, und wirklich, neben seinem Kopf lag auf glühenden Steinen gebackenes Brot, dazu ein Krug Wasser. Er aß und trank, drehte sich um und legte sich wieder hin. 7Da kam die °Botschaft der Ewigen zum zweiten Mal und berührte ihn: »Steh auf, iss, denn der Weg, der vor dir liegt, ist weit!« 8Und er stand auf, aß und trank und ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte bis zum Gottesberg, dem Horeb. 9Dort betrat er eine Höhle und übernachtete darin. Da erging das Wort der Ewigen an ihn; sie sagt zu ihm: »Was machst du hier, Elija?« 10Er sagte: »Ich bin wirklich eifrig für die Ewige, die Gottheit, mächtig über die Heere, eingetreten, denn die Kinder Israels haben deinen °Bund verlassen, deine Altäre haben sie eingerissen und deine Prophetinnen und Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben – nur ich – und nun versuchen sie, auch mein Leben zu nehmen.« 11Und sie sagte: »Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor das Angesicht der Ewigen, denn die Ewige wird vorüberziehen!« Und es kam ein großer und starker °Wind im Angesicht der Ewigen auf, der Berge abriss und Felsen zerschmetterte – doch im Wind war die Ewige nicht. Und dem Wind folgte ein Beben – doch im Beben war die Ewige nicht. 12Und dem Beben folgte Feuer – doch im Feuer war die Ewige nicht. Dem Feuer folgte das Geräusch eines leisen Wehens. 13Und als Elija dieses hörte, da verhüllte er mit seinem Mantel sein Gesicht, ging hinaus und stellte sich in den Eingang der Höhle. Da sagte eine Stimme zu ihm: »Was machst du hier, Elija?« 14Und er sagte: »Ich bin wirklich eifrig für die Ewige, die Gottheit, mächtig über die Heere, eingetreten, denn die Kinder Israels haben deinen °Bund verlassen, deine Altäre haben sie eingerissen und deine Prophetinnen und Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben – nur ich – und nun versuchen sie, auch mein Leben zu nehmen.« 15Da sagte die Ewige zu ihm: »Geh, kehre auf deinem Weg durch die Wüste zurück nach Damaskus. Wenn du dort angekommen bist, salbe Hasaël zum König über Aram, 16Jehu ben-Nimschi °salbe zum König über Israel und Elischa ben-Schafat aus Abel-Mechola salbe zum Propheten an deiner Stelle. 17Es wird geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entkommt, den soll Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entkommt, den soll Elischa töten. 18Ich will in Israel 7.000 übrig lassen: alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und alle Münder, die ihn nicht geküsst haben.« 19Elija ging fort von dort und gelangte zu Elischa ben-Schafat. Er war gerade beim Pflügen: Zwölf Gespanne waren vor ihm, er selbst befand sich beim zwölften. Als Elija an ihm vorüberging, warf er seinen Mantel über ihn. 20Da verließ Elischa die Rinder, lief hinter Elija her und sagte: »Ich will noch meinen Vater und meine Mutter küssen, dann werde ich dir nachfolgen.« Elija aber sagte zu ihm: »Geh, °kehre um – was habe ich dir getan?« 21Da kehrte Elischa um, nahm das Gespann Rinder und schlachtete sie. Mit dem Geschirr briet er ihr Fleisch, gab es den Leuten und sie aßen. Dann machte er sich auf, folgte Elija und diente ihm.