z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Königinnen und Könige: Erstes Buch

Kapitel 11

8Desgleichen errichtete er für alle seine ausländischen Frauen, die ihren °Gottheiten Rauch- und Schlachtopfer darbringen wollten. 9Und die Ewige wurde zornig auf Salomo, weil er sein Herz von der Ewigen, der °Gottheit Israels, abwandte, obwohl sie ihm zweimal erschienen war 10und ihm in dieser Angelegenheit geboten hatte, nicht hinter anderen °Gottheiten herzulaufen. Er hielt sich jedoch nicht daran, was die Ewige geboten hatte. 11Und die Ewige sagte zu Salomo: »Weil dir dies alles bekannt war und du dich nicht an meinen °Bund und an meine Satzungen, die ich dir geboten hatte, gehalten hast, werde ich dir das Königtum ein für alle Mal entreißen und es jemand geben, der zu deinen °Untergebenen gehört. 12Nur will ich es noch nicht in deinen Tagen tun, mit Rücksicht auf deinen Vater David. Aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen. 13Allerdings werde ich ihm nicht das ganze Königtum entreißen; einen Stamm werde ich deinem Sohn lassen, wegen David, meines °Untergebenen, und wegen Jerusalem, meiner Erwählten.«
14Und die Ewige ließ einen Gegner für Salomo aufstehen: Hadad aus Edom. Er war vom königlichen Geschlecht in Edom. 15Damals nämlich, als David über Edom kam und alles Männliche in Edom erschlug und der Heerführer Joab hinaufzog, um die Getöteten zu begraben – 16sechs Monate waren Joab und ganz Israel dort geblieben, bis sie alles Männliche in Edom ausgerottet hatten –, 17da floh Hadad, er und mit ihm edomitische Männer von den °Gefolgsleuten seines Vaters, um nach Ägypten zu gelangen. Damals war Hadad noch ein junger Mann. 18Und sie machten sich von Midian auf und gelangten nach Paran. Aus Paran nahmen sie noch Männer mit sich und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem König Ägyptens. Er gewährte ihm Unterschlupf und Verpflegung; er sprach mit ihm und schenkte ihm Land. 19Und Hadad erlangte in den Augen des Pharaos großes Ansehen, und so gab dieser ihm die Schwester seiner Frau, die Schwester der Gebieterin Tachpenes zur Frau. 20Diese Frau, die Schwester der Tachpenes, gebar ihm seinen Sohn Genubat. Und Tachpenes zog ihn im Haus des Pharaos auf, so dass Genubat im Haus des Pharaos inmitten der Kinder des Pharaos lebte. 21Als nun Hadad in Ägypten hörte, dass David sich zu seinen Müttern und Vätern gelegt hat und auch der Heerführer Joab gestorben war, da sagte Hadad zum Pharao: »Lass mich ziehen und in mein Land zurückkehren!« 22Da sagte der Pharao zu ihm: »Was fehlt dir bei mir, dass du in dein Land zurückgehen willst?« Er aber sagte: »Nichts, aber lass mich trotzdem ziehen!«
23Und die Gottheit ließ für Salomo einen weiteren Gegner aufstehen: Reson ben-Eljada. Dieser war vor Hadad-Eser, dem König von Zoba, seinem Herrn, geflohen. 24Er sammelte Männer um sich und wurde Führer einer Räuberbande, als David sie umbrachte.(197) Und sie zogen nach Damaskus, ließen sich in der Stadt nieder und beherrschten Damaskus. 25So wurde er ein Gegner Israels während der ganzen Zeit Salomos, zusätzlich zu dem Übel, das Hadad darstellte. Er hasste Israel und war König über Aram.
26Jerobeam ben-Nebat, aus Zereda in Efraim, der Name seiner Mutter war Zeruja, sie war eine Witwe, ein °Gefolgsmann Salomos, erhob die Hand gegen den König. 27Und dies ist die Geschichte, wie er die Hand gegen den König erhob: Salomo baute den Millo, er schloss die Lücke der Stadt seines Vaters David. 28Jerobeam war ein tüchtiger Mann und Salomo beobachtete den jungen Mann, als er die Arbeit verrichtete. Da übergab er ihm die Aufsicht über die gesamte Fronarbeit des Hauses Josefs. 29Zu dieser Zeit geschah es, dass Jerobeam Jerusalem verließ und ihm auf dem Weg der Prophet Ahija aus Schilo begegnete. Dieser war mit einem neuen Mantel bekleidet. Als die beiden allein auf dem Feld standen, 30da ergriff Ahija den neuen Mantel, den er anhatte, und zerriss ihn in zwölf Stücke. 31Und er sagte zu Jerobeam: »Nimm dir zehn Stücke, denn so hat die Ewige, die Gottheit Israels, gesprochen: ›Nun, ich werde das Königtum aus der Hand Salomos reißen und werde dir zehn Stämme geben. 32Ein einzelner Stamm soll ihm noch gehören, wegen meines °Untergebenen David und wegen Jerusalem, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe.