Bibeltext

Predigttexte

für die nächsten Tage

23An einem Sabbat wanderte Jesus durch Getreidefelder hindurch. Seine °Jüngerinnen und Jünger begannen, vom Weg aus Ähren abzureißen. 24Da sprachen einige Pharisäerinnen und Pharisäer zu ihm: »Sieh doch, sie tun etwas, das am Sabbat verboten ist!« 25Er antwortete ihnen: »Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war, als er und die bei ihm waren hungerten? 26David ging zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar ins Haus Gottes, den Tempel, hinein und aß die geweihten Brote. David aß diese Brote, die außer den Priestern kein Mensch essen darf, und gab sie auch allen, die bei ihm waren.« 27Und Jesus sagte weiter: »Der Sabbat ist für die Menschen da und nicht die Menschen für den Sabbat. 28Die °Menschen sind °wichtiger als der Sabbat.«

1Bedenke in den Tagen deiner Jugend, wer dich geschaffen hat, bevor die schlechten Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: »Ich habe keinen Gefallen an ihnen«, 2bevor sich die Sonne und das Licht verfinstern wie der Mond und die Sterne, und die Wolken nach der Regenzeit °wiederkehren – 3an dem Tag, da die Wachen des Hauses erzittern, die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen nachlassen, weil sie wenig geworden sind, und es denen finster wird, die durch die Fenster sehen, 4wenn die Türen zur Straße geschlossen werden, so dass das Knirschen der Mühle schwindet, hoch wie das Zwitschern der Vögel klingt, und alle Lieder(488) bald verstummen. 5Diese °Furcht vor der Anhöhe! Dieser Schrecken auf dem Weg! Dann blüht der Mandelbaum, die Heuschrecke schleppt sich ab, und die Kaper platzt auf. Fürwahr, die Menschen gehen nach Hause °für immer, und die Trauernden gehen auf der Straße umher – 6bevor die silberne Schnur zerreißt, die goldene Schale zerbricht, der Krug an der Quelle zerschellt, das Schöpfrad zerbrochen in den Brunnen fällt, 7der Staub zur Erde °zurückkehrt, so wie er gewesen, und der °Atem, den °Gott gegeben hat, zu Gott °zurückkehrt.

6Leg mich
wie ein Siegel
an dein °Herz
wie ein Siegel
an deinen Arm.
Denn stark wie der Tod
ist die Liebe.
Hart wie das Grab
ist meine Leidenschaft.
Ihre Flammen
Feuerflammen
Flammen °Jahs(470)
7Wassermassen
können die Liebe nicht löschen
und Fluten
sie nicht überschwemmen.
Würde ein Mann
allen Reichtum seines Hauses
hergeben
für solche Liebe
verachten, ja verachten
würde man ihn.

2Pharisäerinnen und Pharisäer kamen hinzu und fragten ihn: »Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau ziehen zu lassen(693)?« Das wollten sie mit ihm klären. 3Jesus entgegnete ihnen: »Was hat euch Mose geboten?« 4Sie sprachen: »Mose hat es gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben und sie ziehen zu lassen.« 5Da sagte Jesus zu ihnen: »Weil eure Herzen so hart sind, schrieb er euch dieses °Gebot auf. 6Am Anfang der Schöpfung aber schuf Gott die Menschen männlich und weiblich. 7Deshalb wird ein Mensch Mutter und °Vater verlassen, wird ein Mann sich mit seiner Frau verbinden und eine Frau sich mit ihrem Mann. 8Und die zwei werden ein °Fleisch sein. Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9Was Gott zum Paar verbunden hat, soll ein Mensch nicht trennen.« 10Im Blick auf ihre eigene Situation fragten die °Jüngerinnen und Jünger wie schon früher weiter nach. 11Jesus antwortete ihnen: »Wer seine Frau ziehen lässt und heiratet eine andere, der begeht ihr gegenüber Ehebruch. 12Lässt sie ihren Mann ziehen und heiratet einen anderen, dann begeht sie Ehebruch.«
13Leute aus dem Dorf brachten Kinder zu Jesus, damit er sie berühre. Aber die °Jüngerinnen und Jünger herrschten sie an. 14Als Jesus das sah, wurde er wütend und sagte zu ihnen: »Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn sie gehören zu Gottes °Reich. 15Ja, ich sage euch: Nur wer Gottes Reich wie ein Kind aufnimmt, wird dort hineingelangen.« 16Und er nahm die Kinder in die Arme, segnete sie und legte die Hände auf sie.

3Ihr zeigt, dass ihr ein Brief des °Messias seid, der von uns °übermittelt wurde: nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit der °Geistkraft Gottes, der Lebendigen, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln, die °menschliche °Herzen sind. 4Ein solches Zutrauen haben wir zu Gott mit Hilfe des Messias. 5Doch sind wir dazu nicht von uns selbst aus geeignet, als ob wir selbst uns etwas zuschreiben könnten. Unsere Eignung wird vielmehr von Gott bestimmt. 6Gott hat uns fähig gemacht, den erwarteten neuen °Bund(787) zu übermitteln, der nicht nur geschrieben steht, sondern der von der °Geistkraft bewirkt wird. Denn das, was nur geschrieben ist, kann tödlich wirken, die Geistkraft aber gibt Leben. 7Selbst die °Übermittlung der in Stein geschlagenen Buchstaben, die tödliche Folgen hatte, ließ die °Gegenwart Gottes aufstrahlen, so dass die °Töchter und Söhne Israels das Angesicht des Mose nicht fest anschauen konnten, als es vorübergehend °leuchtete. 8Um wie viel mehr sollte nicht die °Übermittlung der Geistkraft die Gegenwart Gottes aufstrahlen lassen? 9Denn wenn schon die Übermittlung der Tafeln, die zur Verurteilung des Volkes führte, Gottes °Gegenwart aufleuchten ließ, um wie viel mehr und alles überstrahlend wird es die Übermittlung der °Gerechtigkeit?

10Fortan werdet stark durch °den, zu dem wir gehören, und in der Kraft seiner Stärke. 11Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr bestehen könnt gegen die Methoden des °Teufels. 12Denn wir kämpfen nicht gegen Blut und °Fleisch, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die Geistkräfte der Bosheit in den Himmelsräumen. 13Deshalb ergreift die Rüstung Gottes, damit ihr widerstehen könnt am bösen Tag und, weil ihr alles überwunden habt, standhalten könnt. 14Steht also fest und habt eure Hüfte mit Wahrheit umgürtet und seid bekleidet mit dem Brustpanzer der °Gerechtigkeit 15und an den Füßen tragt als Schuhe die Bereitschaft zur °Freudenbotschaft des Friedens. 16Bei allem ergreift den Langschild des °Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Pfeile des Bösen werdet löschen können. 17Und empfangt den Helm der °Rettung und das Schwert der Geistkraft, das ist die Rede Gottes.(805)

1So lautet der Brief, den der Prophet Jeremia aus Jerusalem an die unter den Verbannten übrig gebliebenen Ältesten sandte, an die Leute mit priesterlicher oder prophetischer Aufgabe und an das ganze Volk, das Nebukadnezzar aus Jerusalem nach Babel in die Verbannung geführt hatte, 2nachdem der König Jojachin, die Gebieterin(↑276), die Hofbeamten, die politische Führung von Juda und Jerusalem, die Handwerksleute und die Handeltreibenden Jerusalem verlassen mussten. 3Er schickte den Brief durch Elasa, Schafans Sohn, und durch Gemarja, Hilkijas Sohn, die Zidkija, der König von Juda, zu Nebukadnezzar, dem König von Babel, nach Babel sandte. 4So sagt Gott der Gewalten, die Gottheit Israels, zu allen in der Verbannung, die ich aus Jerusalem in die Verbannung nach Babel geführt habe: 5Baut Häuser und wohnt darin! Pflanzt Gärten und verzehrt ihren Ertrag. 6Heiratet und bekommt Söhne und Töchter. Verheiratet eure Söhne und Töchter, so dass auch sie Söhne und Töchter bekommen. Vermehrt euch dort, werdet nicht weniger. 7Seid um das °Wohl der Stadt, in die ich euch verbannt habe, besorgt. Betet um ihretwillen zu Gott, denn in ihrem Wohl liegt auch euer Wohl.
8Ja, so sagt Gott der Gewalten, die Gottheit Israels: Lasst euch nicht von den Leuten täuschen, die bei euch prophetisch tätig sind oder Orakel geben. Hört nicht auf die Deutungen eurer Träume, die ihr träumt, 9denn jene Leute erfinden falsche Prophezeiungen in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt – so Gottes Spruch.
10So sagt Gott: Wenn für Babel 70 Jahre vorbei sind, will ich mich um euch kümmern; ich werde an euch die Zusage meines Wohlwollens erfüllen und euch an diesen Ort zurückbringen. 11Ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe, – so Gottes Spruch – Pläne des °Friedens und nicht des Unglücks; ich will euch Zukunft und Hoffnung geben. 12Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, werde ich euch hören. 13Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr von ganzem °Herzen nach mir fragt, 14werde ich mich von euch finden lassen – so Gottes Spruch. – Ich werde euer Schicksal zum Guten °wenden und euch aus allen °Nationen und von allen Orten sammeln, wohin ich euch zerstreut habe – so Gottes Spruch. – Ich bringe euch an den Ort zurück, von dem ich euch in die Verbannung weggeführt habe.

34Denkt nicht, ich sei gekommen, um °Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35Denn ich bin gekommen, die Männer gegen ihre °Väter aufzubringen, die Töchter gegen ihre Mütter und die Schwiegertöchter gegen ihre Schwiegermütter. 36Feindlich sind einander die Menschen, die zusammen ein Haus bewohnen. 37Die ihren °Vater oder ihre Mutter mehr lieben als mich, passen nicht zu mir, und auch die, die ihre °Söhne und Töchter mehr lieben als mich, passen nicht zu mir. 38Wer das eigene Kreuz nicht aufnimmt und mir nachfolgt, passt nicht zu mir. 39Wer das eigene °Leben findet, wird es verlieren, und wer das eigene Leben meinetwegen verloren hat, wird es finden.

9Wie mich °Gott geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe. 10Wenn ihr meine °Gebote haltet, bleibt ihr in meiner Liebe, so wie ich die Gebote Gottes gehalten habe und in ihrer Liebe bleibe. 11Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. 12Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. 13Es gibt keine größere Liebe, als das eigene °Leben für die Freundinnen und Freunde hinzugeben. 14Ihr seid meine Freundinnen und Freunde, wenn ihr handelt, wie ich euch gebiete. 15Ich nenne euch nicht mehr °Sklavinnen und Sklaven, denn eine Sklavin weiß nicht, wie ihre °Gebieterin handelt und ein Sklave kennt das Vorhaben seines Herrn nicht. Euch aber habe ich Freundinnen und Freunde genannt, denn ich habe euch alles, was ich von °Gott, meinem Ursprung, gehört habe, mitgeteilt. 16Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht tragt und eure Frucht bleibt, so dass euch gegeben wird, um was ihr Gott in meinem Namen bitten werdet. 17Ich gebiete euch, dass ihr euch gegenseitig liebt!

1So zog Abram von Ägypten hinauf in Richtung Negev, er und seine Frau und alles, was ihm gehörte, auch Lot war bei ihm. 2Abram war schwerreich an Vieh, an Silber und an Gold. 3Es ging etappenweise vom Negev bis nach Bet-El, bis an die Stätte, wo sein Zelt zu Anfang gestanden hatte, zwischen Bet-El und Ai, 4zur Stätte des Altars, den er beim ersten Mal dort gebaut hatte, und dort rief Abram den Namen Adonajs an.
5Aber auch Lot, der mit Abram zog, hatte Kleinvieh und Rinder und Zelte. 6So ertrug sie das Land nicht mehr, solange sie zusammenwohnten. Weil ihr Besitz groß war, konnten sie nicht mehr zusammenwohnen. 7Es entstand Streit zwischen den Leuten, die Abrams Vieh, und denen, die Lots Vieh hüteten – dabei wohnte doch das kanaanäische und das perisitische Volk im Land. 8Abram sprach zu Lot: »Es sollte doch keinen Streit geben zwischen mir und dir, oder zwischen denen, die mein und die dein Vieh hüten, wo wir doch Männer und Brüder sind. 9Liegt nicht das ganze Land vor dir? So trenne dich von mir! Nach links? Dann geh ich nach rechts. Nach rechts? Dann ich nach links.« 10Da hob Lot seine Augen und erblickte den gesamten Umkreis des Jordanflusses, dass da alles bewässert wurde. Denn bevor Adonaj Sodom und Gomorra zerstörte, war es dort wie im Garten Adonajs, wie im Land Ägypten – bis hinüber nach Zoar. 11Da wählte sich Lot den ganzen Umkreis des Jordan. Er brach nach Osten auf und so trennten sie sich, ein Mann von seinem Bruder. 12Abram blieb im Land Kanaan wohnen, Lot aber wohnte in den Städten des Jordankreises und zeltete bis nach Sodom hin. 13Die Männer von Sodom aber waren böse und voll Verfehlungen gegen Adonaj, in hohem Maße.
14Adonaj sprach zu Abram, nachdem sich Lot von ihm getrennt hatte: »Heb doch deine Augen auf und blick von dem Ort, an dem du bist, nach Norden und nach Süden, nach Osten und nach Westen. 15Ja, das ganze Land, das du siehst, das will ich dir und deinen Nachkommen für °immer geben. 16Ich werde deine Nachkommen wie den Staub auf der Erde machen. Nur wenn jemand die Staubkörner der Erde zählen kann, können auch deine Nachkommen gezählt werden. 17Auf, zieh im Land umher, in seiner Länge und in seiner Breite, denn dir will ich es geben.« 18So schlug Abram sein Zelt auf und ab, kam schließlich an und blieb bei den Bäumen Mamres wohnen, die bei Hebron sind. Dort baute er einen Altar für Adonaj.

38Ihr habt gehört, dass Gott gesagt hat: Auge um Auge und Zahn um Zahn. 39Ich lege euch das heute so aus: Leistet dem Bösen nicht mit gleichen Mitteln Widerstand. Vielmehr, wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, halte ihm auch die andere Backe hin. 40Und wenn jemand gegen dich prozessiert, um dein Hemd zu bekommen, gib diesem Menschen auch deinen Mantel. 41Wenn dich jemand zur Zwangsarbeit für eine Meile Weg nötigt, gehe mit ihm zwei. 42Gib denen, die dich darum bitten, und wende dich nicht ab von denen, die etwas von dir borgen wollen.
43Ihr habt gehört, dass Gott gesagt hat: Liebe deine Nächste und deinen Nächsten und hasse die feindliche Macht. 44Ich lege das heute so aus: Begegnet denen, die euch Feindschaft entgegenbringen, mit Liebe und betet für die, die euch verfolgen. 45So werdet ihr °Töchter und Söhne °Gottes, eures Vaters und eurer Mutter im Himmel, die ihre Sonne über Böse und Gute aufgehen lässt und es über °Gerechte und °Ungerechte regnen lässt. 46Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn wird Gott euch geben? Tun das nicht auch die Zöllnerinnen und Zöllner? 47Und wenn ihr nur eure Geschwister grüßt, was tut ihr Großartiges? Tun das nicht auch die Menschen aus den °Völkern? 48Seid nun vollkommen, wie euer °Gott im Himmel vollkommen ist.