Predigttexte
für die nächsten Tage
36Habt Mitleid, wie auch °Gott mit euch leidet. 37Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Verurteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet. Sprecht frei und ihr werdet freigesprochen! 38Gebt und Gott wird euch geben. Was dann in euren Schoß fallen wird, ist wie ein gutes Maß Getreide, voll gedrückt, gerüttelt, überfließend! Denn mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird Gott euch im Gegenzug abmessen.«
39Er sagte ihnen auch ein Gleichnis: »Kann eine blinde Person eine andere blinde führen? Werden nicht beide in den Straßengraben fallen? 40Ein Lehrling steht nicht über der Meisterin oder dem Meister; erst wenn sie die Lehre vollendet haben, werden sie sein wie die, von denen sie gelernt haben.
41Warum siehst du den Splitter im Auge deiner Geschwister, nimmst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht wahr? 42Wie kannst du sagen: Geschwister, wartet, ich werde den Splitter in eurem Auge herausziehen – wenn du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du machst dir etwas vor! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du sehen, ob du den Splitter aus dem Auge deiner Geschwister herausziehen kannst.«
17Auch wenn euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht durch weiteres Unrecht zurück. Bemüht euch darum, allen Menschen gegenüber aufrichtig zu sein. 18Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden. 19Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Gottes Raum; denn es ist geschrieben: Die Rechtsprechung liegt in meinen Händen, ich werde alles Unrecht vergelten, spricht die Lebendige. 20Wenn dein Gegner hungert, gib ihm etwas zu essen. Wenn deine Feindin Durst leidet, gib ihr zu trinken. Ein solches Verhalten häuft glühende Kohlen auf ihrem Kopf auf. 21Lass dich nicht vom Bösen unterkriegen, sondern besiege Böses mit Gutem:
15Da kam es Josefs Brüdern zu Bewusstsein: Ihr Vater war tot. Da sagten sie: »Wenn Josef uns nun °anfeindet und all das Böse, das wir ihm angetan haben, voll auf uns zurückkommen lässt … ?!« 16So richteten sie dem Josef dies aus: »Dein Vater hat uns angesichts seines Todes dies ausgerichtet: 17›So sollt ihr dem Josef sagen: ¹Ach, trage doch das Verbrechen deiner Brüder und ihre Verfehlungen – Böses haben sie dir ja angetan.“‹ Doch jetzt trage du doch am °Verbrechen derer, die °Knechte von deines Vaters Gott sind!« Und Josef weinte über ihre an ihn gerichteten Worte. 18Da gingen die Brüder selbst hin, fielen vor ihm nieder und sagten: »Da hast du uns zu deinen °Knechten!« 19Da sagte Josef zu ihnen: »Habt keine Angst! Ja, bin denn ich an °Gottes Stelle? 20Ihr nämlich habt euch Böses ausgerechnet gegen mich. Gott hat es zum Guten summiert, um das zu tun, was heute zutage liegt: ein großes Volk zum Leben zu bringen. 21Und jetzt habt keine Angst! Ich selbst will euch und eure Kinderschar versorgen.« So brachte er sie zum Aufatmen und redete ihnen zu °Herzen.
3Die Schriftgelehrten, Pharisäerinnen und Pharisäer brachten eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellten sie in die Mitte, 4und sie sagten ihm: »Lehrer, diese Frau ist ergriffen worden, wie sie gerade dabei war, Ehebruch zu begehen. 5In der °Tora hat uns Mose geboten, solche Frauen zu steinigen. Was meinst du nun dazu?« 6Dies sagten sie aber, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber beugte sich nieder und schrieb mit dem Finger in den Sand. 7Als sie dabei blieben, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sagte ihnen: »Welche unter euch ohne Unrecht sind, mögen als Erste einen Stein auf sie werfen.« 8Und er beugte sich wieder hinunter und schrieb in den Sand. 9Als sie dies hörten, gingen sie alle nacheinander weg, angefangen bei den Ältesten, und ließen ihn allein mit der Frau, die in der Mitte war. 10Jesus richtete sich auf und sagte ihr: »Frau, wo sind sie? Hat dich niemand gerichtet?« 11Sie sagte: »Niemand, °Rabbi.« Jesus sagte ihr: »Auch ich richte dich nicht; geh und tue von jetzt an kein °Unrecht mehr.«
euch sage –,
8Schließlich bitte ich euch: lebt einträchtig, mitfühlend, geschwisterlich und mit weitem Herzen. Seid bescheiden 9und vergeltet nicht Böses mit Bösem und üble Nachrede mit übler Nachrede! Im Gegenteil: Wenn ihr die segnet, die euch verleumden, entsprecht ihr eurer Berufung. Denn ihr seid ausgewählt, um den Segen zu erben.
10Wer nämlich das Leben lieben und gute Tage sehen will, soll die Zunge vom Bösen fernhalten und die Lippen davon, listig zu sprechen, 11soll sich vom Bösen abwenden und das Gute tun, soll nach Frieden suchen und streben. 12Denn die Augen Gottes schauen auf die °Gerechten und die Ohren Gottes hören auf ihre Gebete. Gott wendet sich aber gegen jene, die Böses tun.
13Und wer wird euch schlecht behandeln, wenn sich herausstellt, dass ihr euch stets darum bemüht zu tun, was erwartet wird? 14Aber auch wenn ihr leiden würdet, weil ihr euch nicht davon abbringen lasst, das zu tun, °was vor Gott richtig ist, könntet ihr euch glücklich schätzen. Vor der °Furcht, die Menschen verbreiten, braucht ihr euch nicht zu fürchten oder aus der Fassung bringen zu lassen. 15Haltet in euren Herzen °Christus heilig, denn °ihm gehören wir. Seid immer bereit, allen, die euch danach fragen, zu °erklären, welche Hoffnung in euch lebt. 16Erklärt es freundlich und mit °furchtsamer Zurückhaltung. Wenn ihr ein gutes Gewissen habt, dann werdet ihr die Menschen beschämen, wenn sie schlecht über euch reden und euch misshandeln, denn ihr pflegt als solche, die Christus gehören, einen Lebenswandel, der nichts zu wünschen übrig lässt. 17Wenn Gottes Wille es so vorsieht, dann ist es besser, dass ihr als Menschen leidet, die tun, was erwartet wird, als dass ihr als Menschen leidet, die einen schlechten Lebenswandel haben.
1David zog von dort hinauf und ließ sich auf den Bergfestungen von En-Gedi nieder. 2Als Saul von seiner Verfolgungsjagd hinter den Philistern her zurückkehrte, erzählten sie ihm: »Pass auf! David ist in der Wüste bei En-Gedi.« 3Da nahm Saul 3.000 Mann, die militärische Elite Israels, und machte sich in Richtung der Steinbockfelsen auf die Suche nach David und seinen Leuten. 4Als er am Weg zu Pferchen für Schafe und Ziegen kam, war da eine Höhle, und Saul ging hinein, um sein Geschäft zu verrichten. David und seine Leute saßen ganz hinten in der Höhle. 5Davids Leute sagten zu ihm: »Pass auf! Das ist der Tag, von dem der Heilige zu dir gesagt hat: ›Gib Acht! Ich überlasse deinen Feind deiner Hand, und du sollst mit ihm tun, was du für gut hältst.‹« Da stand David auf und schnitt heimlich ein Stückchen von Sauls Gewand ab. 6Danach schlug David das °Herz, weil er Saul ein Gewandstück abgeschnitten hatte. 7Zu seinen Leuten sagte er: »Auf keinen Fall, bei dem Heiligen, täte ich meinem Herrn, dem °Gesalbten des Heiligen, das an, dass ich meine Hand gegen ihn richtete. Denn er ist der Gesalbte des Heiligen.« 8So riss David seine Männer mit diesen Worten zurück und erlaubte ihnen nicht, Saul etwas anzutun. Saul aber machte sich aus der Höhle auf und ging seines Weges. 9Danach stand David auf, ging aus der Höhle nach draußen und rief hinter Saul her: »Mein Herr! König!« Saul sah sich um, und David fiel auf die Knie, Gesicht auf die Erde, und warf sich nieder. 10David sagte zu Saul: »Warum hörst du auf das Gerede von Leuten, die sagen: Pass auf! David will dein Verderben? 11Sieh her! Am heutigen Tag hast du gesehen, dass der Heilige dich heute in der Höhle mir in die Hand gegeben hat. Man redete mir zu, dich zu töten, aber ich hatte Mitleid mit dir und sagte: ›Ich werde meine Hand nicht gegen meinen Herrn richten, denn er ist der Gesalbte des Heiligen.‹ 12Mein Vater, sieh es dir doch an, das Stück von deinem Gewand in meiner Hand. Denn ich habe ein Stück von deinem Gewand abgeschnitten, aber ich habe dich nicht getötet. Sieh ein, dass von meiner Hand kein Verderben und kein °Vergehen ausgeht. Ich °habe dir die Treue nicht gebrochen, du aber willst mir mein Leben nehmen. 13Der Heilige wird zwischen mir und dir richten und der Heilige wird mich bei dir °rächen. Aber meine Hand wird sich nicht gegen dich richten. 14Wie das alte Sprichwort sagt: Von den °Ungerechten geht Ungerechtigkeit aus. Aber meine Hand wird sich nicht gegen dich richten. 15Wem ist der König von Israel hinterhergezogen? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzelnen Floh! 16Der Heilige wird Recht sprechen und zwischen mir und dir richten, Gott wird genau hinsehen und meinen Streit für mich führen und mir zu meinem Recht gegen deine Hand verhelfen.«
17Als David diese Worte zu Saul gesprochen hatte, sagte Saul: »Ist das deine Stimme, mein Sohn David?« Dann fing Saul zu weinen an. 18Und er sagte zu David: »Du bist °gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes getan, aber ich habe dir Böses angetan. 19Du hast mir heute gezeigt, wie du mir Gutes getan hast, da der Heilige mich in deine Hand gegeben hat, du mich aber nicht getötet hast. 20Wenn ein Mensch seinen Feind findet, lässt er ihn dann im Guten des Weges ziehen? Der Heilige soll dir Gutes dafür geben, wie du dich heute mir gegenüber verhalten hast.
1Einmal, als sich viele Leute um ihn scharten, um das °Wort Gottes zu hören, stand er am Ufer des Sees Gennesaret. 2Er sah zwei Boote am Wasser aufgestellt. Die gefischt hatten, waren ausgestiegen und wuschen die Netze. 3Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Nun setzte er sich hin, um die Scharen vom Boot aus zu lehren.
4Als er zu sprechen aufgehört hatte, sagte er zu Simon: »Fahr zum tiefen Wasser hinaus. Dort werft eure Netze aus, um einen Fang zu machen!« 5Simon gab aber zur Antwort: »Meister, wir haben die ganze Nacht über geschuftet und nichts gefangen. Aber ich werfe die Netze aus – auf dein Wort!« 6Als sie dies getan hatten, zogen sie eine riesige Menge Fische zusammen, so dass ihre Netze zu zerreißen drohten. 7Sie winkten ihren Gefährten, sie sollten mit dem anderen Boot kommen, um den Fang gemeinsam zu heben. Sie kamen und füllten beide Boote so voll, bis diese sanken. 8Als Simon Petrus dies sah, warf er sich vor die Knie Jesu und rief: »Fahr aus von mir! Ich bin ein °Sünder, °Herr!« 9Ein Schrecken hatte ihn erfasst, ihn und alle, die mit ihm beim Fang der Fische zusammengearbeitet hatten – 10so auch Jakobus und Johannes, °Söhne des Zebedäus, die Fangpartner des Simon waren. Jesus aber sagte zu Simon: »°Fürchte dich nicht, von nun an wirst du einer, der Menschen abkauft(708)!« 11Und sie zogen die Boote aufs trockene Land, ließen alles liegen und folgten ihm nach.
18Denn von der Kreuzigung °zu erzählen, gilt denen als unklug, die zugrunde gehen. Uns aber °rettet es, weil es Gottes Kraft Wirklichkeit werden lässt. 19Denn es steht in der Schrift: Ich zerstöre die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Forschenden setze ich ins Unrecht. 20Wo sind die Weisen? Wo sind sie, die das Sagen haben? Wo sind die Gelehrten? Wo sind die, die in dieser °Welt das Wort führen? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als kurzsichtig erwiesen? 21Umgeben von Gottes Weisheit hat die Welt mit ihrer Weisheit Gott nicht erkannt. Deshalb hat Gott es den °Glaubenden geschenkt, sie durch die unkluge Verkündigung zu retten. 22Es gibt jüdische Menschen, die Zeichen Gottes erwarten, und griechische Menschen, die Weisheit suchen; 23und wir verkündigen den gekreuzigten °Messias. Manche jüdische Menschen halten das für gefährlich, manche aus den °Völkern für unvernünftig. 24Denen, die von Gott gerufen werden, ob jüdisch oder nichtjüdisch, verkörpert der Messias göttliche Macht und göttliche Weisheit. 25Denn das Unkluge, das zu Gott gehört, ist weiser, als die Menschen es sind; und das Schwache, das zu Gott gehört, ist stärker, als die Menschen es sind.
1Da sprach Adonaj zu Abram: »Geh los! Weg aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft, aus deinem Elternhaus in das Land, das ich dich sehen lasse. 2Ich werde dich zu einem großen °Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen. Werde so selbst ein Segen! 3Ich will segnen, die dich segnen; wer dich erniedrigt, den verfluche ich. In dir sollen sich segnen lassen(11) alle °Völker der Erde.«
4Da ging Abram los, wie Adonaj ihm gesagt hatte, und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er aus Haran auszog.
35Am nächsten Tag stand Johannes wieder da und zwei aus der Gruppe seiner °Jüngerinnen und Jünger. 36Johannes richtete seinen Blick auf Jesus, wie er vorbeiging, und sagte: »Hier ist das Lamm Gottes.« 37Die beiden aus der Gruppe der °Jüngerinnen und Jünger hörten ihn sprechen und folgten Jesus. 38Jesus drehte sich um und sah sie, wie sie folgten, und sagte ihnen: »Was sucht ihr?« Sie sagten ihm: »Rabbi – was übersetzt Lehrer bedeutet –, wo bist du zu Hause?« 39Er sagte ihnen: »Kommt und seht!« Da kamen sie und sahen, wo er wohnte, und blieben bei ihm jenen Tag. Es war ungefähr vier Uhr nachmittags. 40Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. 41Dieser fand zuerst seinen Bruder Simon und sagte ihm: »Wir haben den Messias gefunden« – was übersetzt °Christos oder der Gesalbte heißt. 42Er brachte ihn zu Jesus. Jesus richtete seinen Blick auf ihn und sagte: »Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du wirst Kephas genannt werden« – was übersetzt Petrus oder Felsbrocken heißt.
43Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa weggehen und fand Philippus. Jesus sagte ihm: »Folge mir!« 44Philippus war aus Betsaida, aus dem Dorf von Andreas und Petrus. 45Philippus fand den Natanaël und sagte ihm: »Wir haben den gefunden, von dem Mose in der °Tora schrieb und die Prophetinnen und Propheten: Jesus aus Nazaret, Sohn von Maria und Josef.« 46Aber Natanaël sagte ihm: »Was kann aus Nazaret schon Gutes kommen?« Philippus sagte ihm: »Komm und sieh!« 47Jesus sah Natanaël zu sich kommen und sagte über ihn: »Hier ist ein wahrer Israelit, in dem keine Verstellung ist.« 48Natanaël sagte ihm: »Woher kennst du mich?« Jesus antwortete und sagte ihm: »Bevor Philippus dich rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.« 49Natanaël antwortete ihm: »Rabbi, du bist der °Erwählte Gottes; du bist der König Israels!« 50Jesus antwortete und sagte ihm: »Weil ich dir gesagt habe, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? Größeres als dieses wirst du sehen.« 51Und er sagte ihm: »°Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die °Engel Gottes hinaufsteigen und hinabsteigen auf den °erwählten Menschen.«








