Bibeltext

Predigttexte

für die nächsten Tage

12Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat, dem °Christos Jesus, °unter dessen Weisung und Schutz wir stehen, dass er mich als °vertrauenswürdig erachtet und mich zur °Vermittlung seiner Botschaft bestimmt hat – 13mich, der ich doch vorher ein Lästerer war, ein Verfolger und frecher Übeltäter. Aber ich wurde begnadigt, weil ich aus Unwissenheit treulos gehandelt hatte. 14In überreichem Maß verschenkte der, °dem wir gehören, °herzlichstes Wohlwollen und eröffnete ein Leben in °Treue und aktivem liebevollen Dienst in der Gemeinschaft des °Christos Jesus. 15Auf dieses Wort ist °Verlass und es verdient aus ganzem Herzen angenommen zu werden: Der °Christos Jesus ist in die Welt gekommen, um °sündige Menschen zu retten.
Von den Sündern bin ich der erste, 16habe aber deshalb Begnadigung erfahren, damit der Christos Jesus an mir als erstem seine ganze Langmut beweisen konnte. So sollte ich ein Modell werden für die, die in Zukunft auf ihn °vertrauen, auf dass sie das °ewige Leben erhalten.
17Dem König über alle °Zeiten, der unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen °Gottheit, sei Ehre und °Ruhm für °immer und alle Zeiten. Amen.

18Wer ist Gott wie du? °Schuld vergebend dem Rest des Gottesvolkes, vorübergehend an dessen °Verfehlung! Gott hält nicht für immer fest am Zorn, denn Wohlgefallen an °Güte hat Gott.
19Gott wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere °Schandtaten niedertreten, und du wirst in die Tiefen des Meeres werfen all ihre °Sünden.
20Du wirst Jakob °Treue erweisen und Abraham °Güte, wie du unsern Vorfahren geschworen hast seit den Tagen der Frühzeit.

1Es kamen immer wieder alle, die beim Zoll beschäftigt waren und zu den °Sündern gezählt wurden, um ihn zu hören. 2Die Angehörigen der pharisäischen Glaubensrichtung und die Schriftgelehrten murrten und sagten: »Der akzeptiert ja °sündige Leute und isst mit ihnen!« 3Jesus aber gab ihnen folgenden Vergleich: 4»Gibt es jemanden unter euch, der 100 Schafe hat, und wenn er eines von ihnen verliert, nicht die 99 in der Wildnis zurücklässt, um dem Verlorenen nachzugehen, bis er es findet? 5Und wenn er es gefunden hat, so setzt er es voll Freude auf seine Schultern. 6Zu Hause ruft er seine Freunde und die Nachbarschaft zusammen und sagt ihnen: ›Freut euch mit mir: Ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war!‹ 7Ich sage euch: Vergleicht! Wird im Himmel Freude sein über einen °Sünder, der umkehrt, oder über 99 Gerechte, die eine °Umkehr nicht nötig haben?
8Oder: Gibt es eine Frau, die zehn Silberstücke hat und eins davon verliert, die nicht eine Lampe anzündet und das Haus mit dem Besen kehrt und sorgfältig durchsucht, bis sie das Geldstück findet? 9Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und die Nachbarschaft zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir: Ich habe das Silberstück, das ich verloren hatte, wieder gefunden!‹ 10Ich sage euch: Genauso wird bei den °Engeln Gottes Freude sein über eine sündige Person, die °umkehrt

1Da erreichte mich das Wort des Lebendigen: 2Was ist mit euch los, dass ihr über das Land Israel dieses Sprichwort zum Besten gebt: »Die Eltern essen saure Trauben, und den Kindern werden die Zähne stumpf«? 3So wahr ich lebe – Ausspruch des Lebendigen, °mächtig über allen –, dieses Sprichwort soll bei euch in Israel nicht mehr in den Mund genommen werden!
4Seht doch! Jedes °Menschenleben gehört mir, das Leben der Eltern wie das Leben der Kinder – mir gehört es. Das Leben, das °sich verfehlt, wird zugrunde gehen.
5Ein °gerechter Mensch ist, wer °Recht und °Gerechtigkeit verwirklicht: 6Er hält keine Opfermahlzeiten auf den Bergen. Er richtet seine Augen nicht auf die Truggottheiten des Hauses Israel. Die Frau seines Nächsten °entwürdigt er nicht. Einer Frau, die ihre Menstruation hat, nähert er sich nicht. 7Eine gerechte Person beutet niemanden aus. Das Pfand gibt sie denjenigen zurück, die ihr etwas schulden. Sie reißt nichts an sich, was ihr nicht gehört. Vom eigenen Brot gibt sie den Hungrigen. Nackte bekleidet sie.
8Sie verleiht nicht gegen Zins und nimmt keine Wucherpreise. Vom Unrecht hält sie sich fern. °Zuverlässig schafft sie °Recht zwischen den Menschen. 9Sie folgt meinen Bestimmungen, mein Recht bewahrt sie, um es zuverlässig zu verwirklichen. Sie bewahrt Gerechtigkeit – und wird lebendig bleiben! – Ausspruch des Lebendigen, mächtig über allen. 10Sie bekommt nun ein Kind, eine verbrecherische Person. Es vergießt Blut, und – wehe! – begeht mehrere der genannten Verfehlungen. 11Sie tat das alles nicht, es aber hält Opfermahlzeiten auf den Bergen. Die Frau des Nächsten entwürdigt es. 12°Arme und °Bedürftige beutet es aus. Es reißt an sich, was ihm nicht gehört. Das Pfand gibt es nicht zurück. Auf die Truggottheiten richtet es seine Augen. Es verachtet, was heilig ist. 13Es verleiht gegen Zins und nimmt Wucherpreise. Wird es lebendig bleiben? Es wird nicht lebendig bleiben, weil es verachtet hat, was heilig ist. Es wird getötet werden, was es getan hat, wird auf es selbst zurückfallen!
14Diese verbrecherische Person, sie bekommt nun ein Kind, das sieht alle °Verfehlungen von Vater oder Mutter, die sie begangen haben. Sohn oder Tochter sehen es – und handeln nicht so: 15Sie halten keine Opfermahlzeiten auf den Bergen. Sie richten ihre Augen nicht auf die Truggottheiten des Hauses Israel. Die Frau ihres Nächsten °entwürdigen sie nicht. 16Sie übervorteilen niemanden. Sie nehmen kein Pfand. Sie reißen nichts an sich, was ihnen nicht gehört. Von ihrem Brot geben sie den Hungrigen. Nackte bekleiden sie. 17Die °Armen schonen sie. Sie nehmen weder Zins noch Wucherpreise. Sie verwirklichen mein °Recht und folgen meinen Bestimmungen. Sie werden nicht sterben wegen der Sünde ihrer Eltern – sie werden lebendig bleiben! 18Ihre Eltern aber – weil sie gewalttätig gehandelt und an sich gerissen haben, was Bruder oder Schwester gehörte, und getan haben, was nicht gut ist inmitten ihres Volkes – sie werden wegen ihrer °Schuld zugrunde gehen!
19Daraufhin fragt ihr: »Warum wird das Kind nicht für die Schuld der Eltern verantwortlich gemacht?« Weil Sohn oder Tochter °Recht und °Gerechtigkeit verwirklicht haben! Sie haben alle meine Bestimmungen bewahrt und ihnen entsprechend gehandelt. Sie werden lebendig bleiben! 20Das °Leben, das sich
verfehlt, wird zugrunde gehen. Die nachfolgende Generation aber wird nicht für die °Schuld der Vorfahren verantwortlich gemacht, die Vorfahren werden nicht für die Schuld der nachfolgenden Generation verantwortlich gemacht! Eine °Person, die gerecht handelt, erfährt ihre Gerechtigkeit, einer °Person, die ungerecht handelt, widerfährt ihre Ungerechtigkeit. 21Wenn nun ein °ungerechter Mensch sich von den begangenen °Verfehlungen abwendet und alle meine Bestimmungen bewahrt und Recht und Gerechtigkeit verwirklicht – er wird lebendig bleiben und nicht zugrunde gehen! 22All die begangenen °Rechtsbrüche werden ihm nicht zur Last gelegt werden. Um der verwirklichten °Gerechtigkeit willen wird er lebendig bleiben! 23Glaubt ihr etwa, dass mir mehr am Tod eines °ungerechten Menschen liegt – Ausspruch der Lebendigen, °mächtig über allen –, als daran, dass er oder sie sich von ihrer bisherigen Lebensweise °abwenden und lebendig bleiben?
24Wenn nun ein °gerechter Mensch sich vom gerechten Handeln abwendet und Unrecht tut und verachtet, was heilig ist, wie es ein °ungerechter Mensch tut – wird er lebendig bleiben? Keine der gerechten Taten wird berücksichtigt werden. Wegen des eigenen untreuen Verhaltens und der begangenen °Verfehlung wird dieser Mensch zugrunde gehen.
25Daraufhin sagt ihr: »Das Vorgehen °der Gottesmacht ist unberechenbar!« Hört doch endlich, Haus Israel! Meint ihr wirklich, dass mein Vorgehen unberechenbar ist? Ist es nicht vielmehr so, dass euer Vorgehen unberechenbar ist? 26Wenn eine °gerechte Person sich vom gerechten Handeln abwendet und Unrecht tut – sie wird dadurch zugrunde gehen. Wegen des begangenen Unrechts wird sie zugrunde gehen. 27Wenn eine °ungerechte Person sich von der begangenen Verfehlung abwendet und °Recht und °Gerechtigkeit verwirklicht – sie wird ihre Lebendigkeit bewahren! 28Sie ist einsichtig und wendet sich von allen begangenen Rechtsbrüchen ab – sie wird lebendig bleiben und nicht zugrunde gehen.
29Daraufhin sagt das Haus Israel: »Das Vorgehen der Gottesmacht ist unberechenbar!« Meint ihr wirklich, dass mein Vorgehen unberechenbar ist, Haus Israel? Ist es nicht vielmehr so, dass euer Vorgehen unberechenbar ist? 30Deshalb werde ich jeden und jede von euch nach der eigenen Lebensweise °beurteilen, Haus Israel – Ausspruch der Lebendigen, mächtig über allen. °Kehrt um, wendet euch ab von all euren Rechtsbrüchen! Dann wird es für euch keinen Anlass mehr geben, in °Schuld hineinzustolpern! 31Werft alle Rechtsbrüche von euch, durch die ihr eure Gemeinschaft °zerbrochen habt, und schafft euch ein neues °Herz und neue °Geistkraft! Warum wollt ihr zugrunde gehen, Haus Israel? 32Nein, mir liegt nichts am Tod derer, die dem Tod verfallen sind – Ausspruch der Lebendigen, mächtig über allen. Kehrt um und lebt!

1Das missfiel Jona sehr und er entbrannte. 2Er warf sich vor Adonaj hin und sagte: »Ach! Adonaj! Waren das nicht meine Gedanken, als ich noch in meiner Heimat war? Genau deshalb wollte ich nach Tarschisch fliehen, denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger °Gott bist, mit langem Atem und reich an °Freundlichkeit. Du überlegst es dir wegen des Unheils noch einmal anders. 3Jetzt Adonaj – nimm mein °Leben von mir, denn ich ziehe meinen Tod meinem Leben vor.« 4Adonaj sprach: »Ist es gerechtfertigt, dass du entbrannt bist?« 5Jona ging hinaus aus der Stadt und ließ sich östlich der Stadt nieder, machte sich dort eine Laubhütte und setzte sich unter ihr in den Schatten, bis dass er sähe, was in der Stadt geschehen würde.
6Da bestimmte Adonaj, die °Gottheit, einen Strauch, eine Rizinuspflanze(371). Der wuchs über Jona, um seinem Kopf Schatten zu spenden, um ihn aus seinem Missmut herauszureißen. Jona freute sich sehr über den Strauch. 7Doch die Gottheit bestimmte einen Wurm, der, als die Morgenröte am folgenden Tag aufstieg, den Strauch stach, so dass er verwelkte. 8Und als die Sonne aufging, bestimmte °Gott einen heißen °Ostwind. Die Sonne brannte auf Jonas Kopf, so dass ihm schummrig wurde und er sich wünschte, dass seine °Lebenskraft ersterbe. Er sagte: »Mein Tod wäre besser als mein Leben.« 9Darauf sagte Gott zu Jona: »Ist es gerechtfertigt, dass du wegen des Strauches entbrannt bist?« Jona erwiderte: »Ja! Es ist gerechtfertigt, dass ich entbrannt, ja tödlich beleidigt bin.« 10Adonaj sprach zu Jona: »Dich bekümmert der Strauch, mit dem du keine Mühe hattest und den du nicht großgezogen hast, der innerhalb einer Nacht entstand und innerhalb einer Nacht zugrunde ging. 11Ich jedoch – sollte ich nicht bekümmert sein wegen Ninive, der riesigen Stadt, in der es mehr als 120.000 Menschen gibt, die nicht zwischen rechts und links zu unterscheiden vermögen, und außerdem viel Vieh?«

36Habt Mitleid, wie auch °Gott mit euch leidet. 37Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Verurteilt nicht, damit ihr nicht verurteilt werdet. Sprecht frei und ihr werdet freigesprochen! 38Gebt und Gott wird euch geben. Was dann in euren Schoß fallen wird, ist wie ein gutes Maß Getreide, voll gedrückt, gerüttelt, überfließend! Denn mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird Gott euch im Gegenzug abmessen.«
39Er sagte ihnen auch ein Gleichnis: »Kann eine blinde Person eine andere blinde führen? Werden nicht beide in den Straßengraben fallen? 40Ein Lehrling steht nicht über der Meisterin oder dem Meister; erst wenn sie die Lehre vollendet haben, werden sie sein wie die, von denen sie gelernt haben.
41Warum siehst du den Splitter im Auge deiner Geschwister, nimmst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht wahr? 42Wie kannst du sagen: Geschwister, wartet, ich werde den Splitter in eurem Auge herausziehen – wenn du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du machst dir etwas vor! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du sehen, ob du den Splitter aus dem Auge deiner Geschwister herausziehen kannst.«

17Auch wenn euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht durch weiteres Unrecht zurück. Bemüht euch darum, allen Menschen gegenüber aufrichtig zu sein. 18Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden. 19Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Gottes Raum; denn es ist geschrieben: Die Rechtsprechung liegt in meinen Händen, ich werde alles Unrecht vergelten, spricht die Lebendige. 20Wenn dein Gegner hungert, gib ihm etwas zu essen. Wenn deine Feindin Durst leidet, gib ihr zu trinken. Ein solches Verhalten häuft glühende Kohlen auf ihrem Kopf auf. 21Lass dich nicht vom Bösen unterkriegen, sondern besiege Böses mit Gutem:

15Da kam es Josefs Brüdern zu Bewusstsein: Ihr Vater war tot. Da sagten sie: »Wenn Josef uns nun °anfeindet und all das Böse, das wir ihm angetan haben, voll auf uns zurückkommen lässt … ?!« 16So richteten sie dem Josef dies aus: »Dein Vater hat uns angesichts seines Todes dies ausgerichtet: 17›So sollt ihr dem Josef sagen: ¹Ach, trage doch das Verbrechen deiner Brüder und ihre Verfehlungen – Böses haben sie dir ja angetan.“‹ Doch jetzt trage du doch am °Verbrechen derer, die °Knechte von deines Vaters Gott sind!« Und Josef weinte über ihre an ihn gerichteten Worte. 18Da gingen die Brüder selbst hin, fielen vor ihm nieder und sagten: »Da hast du uns zu deinen °Knechten19Da sagte Josef zu ihnen: »Habt keine Angst! Ja, bin denn ich an °Gottes Stelle? 20Ihr nämlich habt euch Böses ausgerechnet gegen mich. Gott hat es zum Guten summiert, um das zu tun, was heute zutage liegt: ein großes Volk zum Leben zu bringen. 21Und jetzt habt keine Angst! Ich selbst will euch und eure Kinderschar versorgen.« So brachte er sie zum Aufatmen und redete ihnen zu °Herzen.

3Die Schriftgelehrten, Pharisäerinnen und Pharisäer brachten eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellten sie in die Mitte, 4und sie sagten ihm: »Lehrer, diese Frau ist ergriffen worden, wie sie gerade dabei war, Ehebruch zu begehen. 5In der °Tora hat uns Mose geboten, solche Frauen zu steinigen. Was meinst du nun dazu?« 6Dies sagten sie aber, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber beugte sich nieder und schrieb mit dem Finger in den Sand. 7Als sie dabei blieben, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sagte ihnen: »Welche unter euch ohne Unrecht sind, mögen als Erste einen Stein auf sie werfen.« 8Und er beugte sich wieder hinunter und schrieb in den Sand. 9Als sie dies hörten, gingen sie alle nacheinander weg, angefangen bei den Ältesten, und ließen ihn allein mit der Frau, die in der Mitte war. 10Jesus richtete sich auf und sagte ihr: »Frau, wo sind sie? Hat dich niemand gerichtet?« 11Sie sagte: »Niemand, °Rabbi.« Jesus sagte ihr: »Auch ich richte dich nicht; geh und tue von jetzt an kein °Unrecht mehr.«
euch sage –,

8Schließlich bitte ich euch: lebt einträchtig, mitfühlend, geschwisterlich und mit weitem Herzen. Seid bescheiden 9und vergeltet nicht Böses mit Bösem und üble Nachrede mit übler Nachrede! Im Gegenteil: Wenn ihr die segnet, die euch verleumden, entsprecht ihr eurer Berufung. Denn ihr seid ausgewählt, um den Segen zu erben.
10Wer nämlich das Leben lieben und gute Tage sehen will, soll die Zunge vom Bösen fernhalten und die Lippen davon, listig zu sprechen, 11soll sich vom Bösen abwenden und das Gute tun, soll nach Frieden suchen und streben. 12Denn die Augen Gottes schauen auf die °Gerechten und die Ohren Gottes hören auf ihre Gebete. Gott wendet sich aber gegen jene, die Böses tun.
13Und wer wird euch schlecht behandeln, wenn sich herausstellt, dass ihr euch stets darum bemüht zu tun, was erwartet wird? 14Aber auch wenn ihr leiden würdet, weil ihr euch nicht davon abbringen lasst, das zu tun, °was vor Gott richtig ist, könntet ihr euch glücklich schätzen. Vor der °Furcht, die Menschen verbreiten, braucht ihr euch nicht zu fürchten oder aus der Fassung bringen zu lassen. 15Haltet in euren Herzen °Christus heilig, denn °ihm gehören wir. Seid immer bereit, allen, die euch danach fragen, zu °erklären, welche Hoffnung in euch lebt. 16Erklärt es freundlich und mit °furchtsamer Zurückhaltung. Wenn ihr ein gutes Gewissen habt, dann werdet ihr die Menschen beschämen, wenn sie schlecht über euch reden und euch misshandeln, denn ihr pflegt als solche, die Christus gehören, einen Lebenswandel, der nichts zu wünschen übrig lässt. 17Wenn Gottes Wille es so vorsieht, dann ist es besser, dass ihr als Menschen leidet, die tun, was erwartet wird, als dass ihr als Menschen leidet, die einen schlechten Lebenswandel haben.

1David zog von dort hinauf und ließ sich auf den Bergfestungen von En-Gedi nieder. 2Als Saul von seiner Verfolgungsjagd hinter den Philistern her zurückkehrte, erzählten sie ihm: »Pass auf! David ist in der Wüste bei En-Gedi.« 3Da nahm Saul 3.000 Mann, die militärische Elite Israels, und machte sich in Richtung der Steinbockfelsen auf die Suche nach David und seinen Leuten. 4Als er am Weg zu Pferchen für Schafe und Ziegen kam, war da eine Höhle, und Saul ging hinein, um sein Geschäft zu verrichten. David und seine Leute saßen ganz hinten in der Höhle. 5Davids Leute sagten zu ihm: »Pass auf! Das ist der Tag, von dem der Heilige zu dir gesagt hat: ›Gib Acht! Ich überlasse deinen Feind deiner Hand, und du sollst mit ihm tun, was du für gut hältst.‹« Da stand David auf und schnitt heimlich ein Stückchen von Sauls Gewand ab. 6Danach schlug David das °Herz, weil er Saul ein Gewandstück abgeschnitten hatte. 7Zu seinen Leuten sagte er: »Auf keinen Fall, bei dem Heiligen, täte ich meinem Herrn, dem °Gesalbten des Heiligen, das an, dass ich meine Hand gegen ihn richtete. Denn er ist der Gesalbte des Heiligen8So riss David seine Männer mit diesen Worten zurück und erlaubte ihnen nicht, Saul etwas anzutun. Saul aber machte sich aus der Höhle auf und ging seines Weges. 9Danach stand David auf, ging aus der Höhle nach draußen und rief hinter Saul her: »Mein Herr! König!« Saul sah sich um, und David fiel auf die Knie, Gesicht auf die Erde, und warf sich nieder. 10David sagte zu Saul: »Warum hörst du auf das Gerede von Leuten, die sagen: Pass auf! David will dein Verderben? 11Sieh her! Am heutigen Tag hast du gesehen, dass der Heilige dich heute in der Höhle mir in die Hand gegeben hat. Man redete mir zu, dich zu töten, aber ich hatte Mitleid mit dir und sagte: ›Ich werde meine Hand nicht gegen meinen Herrn richten, denn er ist der Gesalbte des Heiligen.‹ 12Mein Vater, sieh es dir doch an, das Stück von deinem Gewand in meiner Hand. Denn ich habe ein Stück von deinem Gewand abgeschnitten, aber ich habe dich nicht getötet. Sieh ein, dass von meiner Hand kein Verderben und kein °Vergehen ausgeht. Ich °habe dir die Treue nicht gebrochen, du aber willst mir mein Leben nehmen. 13Der Heilige wird zwischen mir und dir richten und der Heilige wird mich bei dir °rächen. Aber meine Hand wird sich nicht gegen dich richten. 14Wie das alte Sprichwort sagt: Von den °Ungerechten geht Ungerechtigkeit aus. Aber meine Hand wird sich nicht gegen dich richten. 15Wem ist der König von Israel hinterhergezogen? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzelnen Floh! 16Der Heilige wird Recht sprechen und zwischen mir und dir richten, Gott wird genau hinsehen und meinen Streit für mich führen und mir zu meinem Recht gegen deine Hand verhelfen.«
17Als David diese Worte zu Saul gesprochen hatte, sagte Saul: »Ist das deine Stimme, mein Sohn David?« Dann fing Saul zu weinen an. 18Und er sagte zu David: »Du bist °gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes getan, aber ich habe dir Böses angetan. 19Du hast mir heute gezeigt, wie du mir Gutes getan hast, da der Heilige mich in deine Hand gegeben hat, du mich aber nicht getötet hast. 20Wenn ein Mensch seinen Feind findet, lässt er ihn dann im Guten des Weges ziehen? Der Heilige soll dir Gutes dafür geben, wie du dich heute mir gegenüber verhalten hast.